Archiv für den Monat Mai 2015

(Mehrfach) gelesen: „Strangers“ von Dean Koontz

Auch wenn es ein Frühwerk war, gehört „Strangers“ für mich zum Besten, das Dean Koontz jemals geschrieben hat. Klar, ich kenne die Odd Thomas-Reihe und habe schon vier der Bücher gelesen, aber die sind immer noch kein Vergleich für diese fantastische Geschichte.

Begleiter über eine lange Zeit

Zum ersten Mal las ich sie auf Deutsch unter dem Titel „Schwarzer Mond“ Ende der 1980er Jahre, also vor etwas mehr als 25 Jahren. Bereits da packte mich die Geschichte völlig, im Anschluss habe ich das Buch mehrfach an Freunde in der Schule verliehen, die es allesamt ebenso genossen — nur kam es von einer dieser Verleih-Aktionen nicht mehr zurück.

Mitte der 1990er Jahre war ich zum letzten mal mit meinen Eltern im Urlaub, damals in den USA, wo ich mir in San Francisco (wo sonst?) eine schöne Paperback-Ausgabe auf Englisch zulegte, die ich natürlich auch gleich auf der Reise wieder komplett durchlesen musste. Auch später habe ich es mindestens noch einmal durchgepflügt.

iBook

Vor ein oder zwei Jahren kam das Buch dann bei iBooks heraus, und wieder wurde mein Geldbeutel erleichtert (altersbedingt dieses Mal aber nur noch ein wenig). Auch dieses Mal verschlang ich das Buch, obwohl ich im Prinzip ganz genau wusste, was mich erwartete. Und dennoch: Die Länge des Buchs, das allmähliche Entrollen der Geschichte im Hintergrund, die alle nacheinander betrachteten Personen miteinander in Verbindung setzt und sich Zeit nimmt, die Vergangenheit (und Gegenwart) jedes Charakters zu beleuchten, gegen Ende dann aber in einem wahren Spannungssog, der mehr als hundert Seiten umfasst und eine höllisch spannende Schlussklimax präsentiert — all das lässt mich das Buch jedes mal aufs Neue genießen.

Hörbuch

Vor ca. einem Jahr entdeckte ich das Hörbuch (ca. 30 Stunden Hörzeit) auf Englisch bei iTunes. Und ich war standhaft. Geradezu heldenhaft. Bis letzte Woche konnte ich widerstehen. Dann verließen die hart erarbeiteten Euronen virtuell meinen Geldbeutel, seitdem genieße ich wieder. Und es ist ein Trip solch unvergleichlicher Nostalgie, ein gutes Stück hinunter auf meiner „Memory Lane“, dass ich die Ausgabe absolut nicht bedaure. Dieses Hörbuch werde ich sicher noch etliche Male anhören.

Strangers (Cover)

Das Cover des Hörbuchs

Inhalt

Nun habe ich euch lange genug vorgeschwärmt und den Mund ordentlich wässrig gemacht. Hehe. Worum geht es also in diesem für mich so faszinierenden Buch? Jetzt wird es knifflig, denn verrate ich zuviel, hat keiner mehr den Impetus, das Buch zu lesen, verrate ich zu wenig, kommt vermutlich nur geringes Interesse auf. Wie dem auch sei, ich wage es!

Zu Beginn des „angenehm dicken Wälzers“ lernen wir Dominick Corvaisis kennen, einen Autor, der ganz am Anfang einer vielversprechenden Karriere steht. Er hat gerade seinen ersten Roman an einen Verlag verkauft, die Vorab-Kritiken sind exzellent, die Auflage wird noch vor der Veröffentlichung mehrfach erhöht, seine gesamte aktuelle Situation verheißt für die nächste Zukunft Erfolg und Zufriedenheit. Und in diese zu erwartende Ruhe und Entspannung hinein verfällt er urplötzlich dem Schlafwandeln. Nacht für Nacht erwacht er an einem anderen Versteck in seinem Haus, das er während des Schlafs von innen verbarrikadiert hat, vor Angst nassgeschwitzt, bewaffnet, zitternd.

Wir springen über die Hälfte des nordamerikanischen Kontinents und treffen Ginger Weiss, eine junge und außerordentlich erfolgreiche Ärztin, die kurz davor steht, eine mit jahrelanger harter Arbeit vorbereitete Karriere als Chirurgin zu beginnen. Beim Einkaufen stößt sie mit einem ihr unbekannten Mann zusammen, dessen schwarze Lederhandschuhe in ihr einen übermächtigen Fluchtreflex auslösen. Noch tut sie das als eine momentane Überreizung und als ein Symptom für den Stress der letzten Zeit ab, doch binnen weniger Tage erleidet sie weitere Anfälle dieser Art, die ihr letztlich sogar das Ausüben ihres Berufs unmöglich machen.

In Chicago verliert Brendan Cronin, ein hingebungsvoller Priester, von einer Woche auf die nächste seinen Glauben. Aber nicht durch Zweifel, nicht durch traumatische Erlebnisse, die ihn an der Existenz eines gütigen Gottes zweifeln lassen, der Glaube löst sich einfach in ihm auf — und stürzt ihn dadurch in eine existenzielle Krise.

Und wieder an einem anderen Platz in den USA lernen wir Jack Twist kennen, der nach einer Karriere bei einer Spezialeinheit der Armee eine noch viel erfolgreichere Laufbahn als professioneller Dieb eingeschlagen hat. Das Planen und Ausführen von heiklen Diebstählen (z.B. mehrere Millionen Dollar aus einem Mafia-Umschlagplatz zu entwenden) übte über viele Jahre einen ungeheuren Reiz auf ihn aus. Doch plötzlich zieht er keinerlei Befriedigung mehr daraus, eine seltsame Rastlosigkeit ergreift Besitz von ihm…

Es werden noch mehr Charaktere eingeführt, z.B. Ernie Block, ein ehemaliger Marine, der urplötzlich eine ungeheure Angst vor der Dunkelheit entwickelt, Jorja Monatella, eine Kellnerin, deren Tochter von einem Tag auf den nächsten unerklärliche Angstattacken erleidet — und eben noch einige andere.

Und dann erhalten sie alle Post. Andeutungen, dass die Wurzel für ihre aktuellen Probleme in ihrer Vergangenheit liege. Ohne voneinander zu wissen, begeben sich alle auf die Suche nach dieser Wurzel. Als sie sich treffen, löst sich ein geradezu ungeheuerliches Rätsel in einem Reigen von kaum zu ertragender Spannung und überraschend intensiver Action auf, sodass es einem als Leser (ich bin hier der Beurteilungsmaßstab) schier unmöglich ist, das Buch auch nur kurz beiseite zu legen.

Also wer jetzt nicht scharf auf diese Geschichte ist, dem kann ich auch nicht helfen.

 

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Zitat des Tages

Don't take me down your memory lane
I got my own memories just the same...

Wynton Marsalis: „Love And Broken Hearts“
(aus dem Album „From The Plantation To The Penitentiary“)

 

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Pfannkuchen am Samstag

Heute gab es zum Mittagessen mal wieder leckere Pfannkuchen. Auf unserem Tefal-Pfannkuchenbrater geht das schön bequem, noch dazu schmeckt es allen, also gehören Pfannkuchen normalerweise einmal in der Woche zum Ernährungsritual.

Noch ein kleiner Rest

Nur noch dieser kleine Rest ist geblieben...

Da gerade Spargelzeit ist, gab es zu den Pfannkuchen noch grünen Spargel und Sauce Hollandaise (ich habe auch noch ein wenig geriebenen Käse in meine Pfannkuchen geschmuggelt). Die Kinder mögen den Spargel nicht (sind das wirklich unsere?), daher bleibt da mehr für uns.

Nach den würzigen Pfannkuchen kommt dann noch die süße Verwöhnung: Ahornsirup, Erdbeermarmelade und — nur ganz selten — frische Holunderblüten, die direkt in den Teig eingebacken werden. Hmmmm, ein himmlischer Genuss!

Tja, war einmal

Wie man so schön sagt: Es war einmal...

Und weil es so lecker war, zeigt euch das Foto natürlich auch die Ansicht, die sich jetzt mit diesem Teller verbindet… So, ich kugle jetzt mal gediegen auf das Sofa. Bis später!

 

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Bücher mal anders (Video): Die Buchkunst von Brian Dettmer

Meine geschätzten Kollegen vom Private Readers Book Club in der Schweiz haben etwas derart faszinierendes gefunden, dass ich das hier „rebloggen“ musste…

The Private Readers

leider keine deutschen Untertitel vorhanden.

Ursprünglichen Post anzeigen

Kurioses im Alltag

Es gibt ja immer wieder mal Sachen, die sind toll, passen aber einfach manchmal nicht. Unser Großer (9) summt seit mindestens einer Woche fast permanent »Maria durch ein Dornwald ging«, wenn er Gitarre übt, spielt er die Melodie…

Ich mag das Stück auch, sehr sogar. Eigentlich halte ich es für das schönste Adventslied überhaupt. Aber halt nicht im Mai!

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Verallgemeinerungen

Ich hasse Verallgemeinerungen, ich hasse sie wie die Pest. Und dennoch benutze ich sie, weil es jede Art von Sprache sonst unglaublich kompliziert macht. Aber immer wieder bemühe ich mich, mir selbst und auch meinen Schülern im Unterricht klar zu machen, dass man Dinge stets hinterfragen muss, dass die Verallgemeinerung nur der Veranschaulichung, der Erleichterung des Ausdrucks, dient.

Auf den Gedanken kam ich vorhin, als ich durch meine Twitter-Zeitleiste ging, in der es von meist unwichtigen Dingen nur so wimmelt. Dazwischen — und dies ist vermutlich der Grund, warum ich immer noch bei Twitter bin — finde ich aber neben den aktuellen Neuigkeiten immer wieder echte Juwelen, die mir sehr gefallen bzw. mich zum Nachdenken bringen.

Heute fand ich eben dieses Bild, das mich doch sehr zum Nachdenken anregte.

Mir geht es dabei nicht um die vieldiskutierte Autocomplete-Funktion von Google (oder anderen Suchmaschinen). Mir geht es um die offensichtliche Verallgemeinerung, die in dem vervollständigten Satz steckt: „Women need to“ – übersetzt „Frauen müssen“. Dann folgen ja nun die üblichen hohlen Macho-Ergänzungen:

  • „be put in their place“ („auf ihren Platz verwiesen werden“)
  • „know their place“ („wissen, wo ihr Platz ist“)
  • „be controlled“ („kontrolliert werden“)
  • „be disciplined“ („diszipliniert werden“).

Was für ein Dreck! Ganz abgesehen von der hier zu Recht an den Pranger gestellten frauenverachtenden Einstellung, die ich in der Form ohnehin nie verstehen kann, werden hier alle Frauen über einen Kamm geschoren. (Und dabei ist es doch schon so schwer, eine einzige Frau zu verstehen!)

Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden worden sein. Das Bild ist hervorragend, es legt den Finger genau in die Wunde, ich empöre mich über die darin angeprangerte Einstellung, die leider immer noch zu weit verbreitet ist. Nur um das gleich klarzustellen.

Mir kommt genauso die Galle hoch, wenn über „die Lehrer“, „die Männer“, „die Deutschen“, „die Amerikaner“ oder „die Ausländer“ (in Bayern: „die Asylanten“) etc. hergezogen wird. Als ob es da jeweils in der verallgemeinerten Gruppe irgend eine Art von Konsens gäbe! Als würden sich alle Griechen verabreden, keine Steuern zu zahlen, um ihr Land in eine Schuldenkrise zu stürzen. Über Jahrzehnte hinweg. Sich auf dieses Niveau herabzulassen, entspricht dem geistigen Horizont der Bild-Zeitung. Und da will ich nicht hin.

Als hätten sie es geahnt, dass ich über dieses Thema gerade schrieb, posteten kurz darauf meine beiden Schweizer Blogger-Kollegen vom Private Readers Book Club (hier zu finden) den Link zu einem Video. In dem ca. 18-minütigen Clip hält die mittlerweile weltweit anerkannte afrikanische Autorin Chimamamdna Ngozi Adichie (Homepage-Link) eine äußerst empfehlenswerte Rede über die Gefahr der (in ihrem Fall literarischen) Verallgemeinerung.

Meine Empfehlung: Seht euch das Video an, es ist ein wahrer Augenöffner. Sie spricht ein fast völlig akzentfreies Englisch, das man leicht verstehen kann. Und selbst wenn einem hier und da mal eine Nuance entwischen sollte, ist das kein Beinbruch, sie schafft es sehr gut, ihre Botschaft an den Mann zu bringen.

 

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Gelesen: „Sie“ („Misery“) von Stephen King

Cover Sie

Stephen King: „Sie“ (Originaltitel: „Misery“)

Nach dem Genuss meines letzten Stephen King-Buchs „Die Augen des Drachen“ musste ich sofort mit dem nächsten beginnen, einfach schon aus dem Grund, dass ich mich wieder nach einer fesselnden Geschichte sehnte.

Doch die ersten Kapitel von „Sie“ waren nach der überschaubaren Art des vorigen Fantasy-Romans eine schwere Kost. Das lag und liegt nicht an Stephen Kings schriftstellerischen Fähigkeiten, die Geschichte ist zu Beginn einfach nur wesentlich unerfreulicher. Und — ganz ehrlich — so viel besser wird sie auch nicht.

Aber ich gewöhnte mich an diesen Stil und las weiter. Gerade (0:30 h) habe ich das Buch ausgelesen, das letzte Drittel am Stück, weil es so außerordentlich spannend war. Eigentlich war ich um 22:00 h schon sehr müde, wollte aber „noch ein Kapitel“ lesen, daraus wurden zwei, dann drei. Irgendwann schaltete ich das Licht im Wohnzimmer wieder an, um nicht so schnell müde zu werden. Ich trank nebenher mindestens einen halben Liter Pepsi Light, aß viel zu viele Schoko-Nüsse. Völlig egal, ich musste diese Geschichte zu Ende lesen. Und ich war erfolgreich. Und es hat sich gelohnt.

Nächstes Buch! Aber erst wird geschlafen…

 

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Filmtipp: „The Angels‘ Share“

Vor ein paar Tagen habe ich bei iTunes eine Rubrik entdeckt, in der Filme, die bei den Filmfestspielen von Cannes einen Preis errangen, für 6,99 € angeboten wurden. Recht spontan lud ich mir ein paar Filme herunter, einer davon war „The Angels’ Share“.

Filmposter

Das Filmposter zu „The Angels' Share“

Falls jemand noch nie davon gehört haben sollte (ich hatte es auch nicht), kann die folgende Zusammenfassung einen kleinen Einblick gewähren: Vier Freunde, die sich bei ihnen vom Gericht auferlegten Sozialstunden kennen lernen, werden von ihrem Betreuer an das Whisky-Tasting herangeführt. Bei einer zufälligen Blindverkostung entwickeln sie einen haarsträubenden Plan, der sie reich werden lassen oder geradewegs in den Knast zurückführen könnte.

Die Geschichte des Films ist insgesamt an vielen Haaren herbeigezogen, letztlich bleibt das aber völlig unwichtig. Feiner Humor, zum Teil auch recht derb, durchzieht die gut 90 Minuten, sodass man als Zuschauer ganz entspannt genießen kann. Unglaubliches Feingefühl hat der Regisseur bei der Thematisierung der problematischen sozialen Situation (Teufelskreis aus Gewalt und Verbrechen) bewiesen, auch gelingt es ihm auf einfache und eindrückliche Weise, das Trinken (eher Verkosten) von Whisky als einen Akt des vielschichtigen Genusses mit mehreren Sinnen und nicht als tumbes Saufen darzustellen.

Mir hat der Film so gut gefallen, dass ich in der Mitte gleich einmal auf die Pause-Taste drücken, in den Keller eilen und mir den 12 Jahre alten Glenfarclas Single-Malt Whisky holen musste. Diese 20 ml und der Film erhöhten gegenseitig ihren Genuss!

Wer den Film noch nicht gesehen hat, macht damit sicher nichts Falsches. Ich fand ihn superb!

 

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Sportlerbiographien vs. Künstlerbiographien

Beim Duschen nach dem Seilspringen kam mir heute ein interessanter Gedanke, den ich hier kurz anreißen möchte, eventuell arbeite ich ihn dann in nächster Zeit noch etwas aus.

Ist es nicht interessant, dass die typische Biographie eines Sportlers in mancher Hinsicht fast das exakte Gegenstück zu der eines Künstlers (jeglicher Art) ist?

Das muss noch erläutert werden, dann lasse ich die Idee ein wenig reifen und schreibe in ein paar Tagen (vielleicht) noch mehr dazu: Ein Sportler bringt seine Höchstleistungen fast ausschließlich im ersten Drittel seines Lebens, denn danach baut der Körper viel zu stark ab, um noch mit den jüngeren Konkurrenten mithalten zu können. In „Der Geheimbund der Rose“, einem durchaus nicht zu verachtenden Spionage-Thriller von David Morrell, gibt es ein Zitat, das ungefähr so geht (bitte nicht festnageln, es ist ca. 25 Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe, aus irgendeinem Grund ist dieser Spruch hängen geblieben):

„Stehen sich zwei hinsichtlich ihrer Ausbildung
und Konditionierung ebenbürtige Gegner
im Kampf gegenüber, gewinnt der Jüngere.“

 

Das fasst diesen Punkt ganz gut zusammen, denn ab der Schwelle, die durch eine unterschiedliche Erfahrung und mehr oder weniger Training vorgegeben ist, zählen nur noch Kraft, Schnelligkeit und dergleichen Eigenschaften — und die sind bei Jüngeren einfach immer besser.

Der Künstler dagegen entfaltet sein Potenzial in den meisten Fällen erst später, denn für ihn sind vor allem die über Jahre hinweg angesammelten Lebenserfahrungen zur Verarbeitung der Inspiration (die ist schlichtweg immer in irgend einer Form verfügbar, unabhängig vom Alter des Künstlers) notwendig. Er kann seine Talente nur voll zur Geltung bringen, wenn er über ausreichend Erfahrung und Vergleichsmöglichkeiten verfügt, um überhaupt abwägen zu können, was sich angesichts seiner eigenen Talente auf welche Weise zu verarbeiten lohnt.

Gut, soweit die Grundidee, ich lasse sie mal eine Weile reifen, außerdem muss ich ein wenig recherchieren, um meine dahingestellten Behauptungen auch mit Fakten zu unterfüttern (denn leider fallen mir aktuell lauter Gegenbeispiele bei den Künstlerbiographien ein…). Falls mich die Idee nach einer Inkubationsphase immer noch fasziniert, gehe ich an eine Ausarbeitung. Sollte jemand Anregungen haben, immer her damit!

 

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Abendessen deluxe

Gerade war das Abendessen, heute durften die Kinder kochen, entsprechend simpel (wenngleich lecker) fiel das Mahl aus: Nudeln (Gabelspaghetti) mit Pesto (verde und rosso — je nach persönlicher Vorliebe) und einer Dose Mais. Um dem Essen noch ein wenig mehr Gesundheit zu verpassen, schnippelte ich vorher noch drei schöne große Paprika, die mit meinem Spezialdressing veredelt einen ganz annehmlichen Salat bildeten.

Wer auch einmal so ein Dressing basteln möchte, sei mit folgender Bauanleitung ausgestattet, dann wird's auch lecker:

  • Nach persönlicher Vorliebe Salz und Pfeffer in ein kleines Gefäß, z.B. eine Tasse, geben. Ich ergänze häufig noch eine Prise Cayenne-Pfeffer.
  • Weißen Balsamico (nicht zu wenig) darauf schütten,
  • Sherry (möglichst eine süße Sorte) hinterher,
  • Olivenöl (sehr mäßig).

Das muss dann verrührt werden und ein paar Minuten stehen, damit sich das Salz auch gut auflöst. Danach passt es perfekt als herbes Dressing zu Blatt- und anderen Gemüsesalaten.

Am Ende des Essens war der Salat komplett vertilgt, von den Nudeln gibt's noch ein paar, was aber sicher daran lag, dass die Kinder gleich eine ganze Packung gekocht haben, ohne schon selbst so große Esser zu sein… Mein Teller wurde wieder einmal (nein, mehrfach) komplett geleert, das Foto gibt Aufschluss darüber, ob ich eher ein »Pesto verde«- oder ein »Pesto rosso«-Typ bin.

Leergemampft

Na, welche Art von Pesto präferiere ich wohl?

Nun wünsche ich euch allen einen schönen Abend, ich muss die Kinder allmählich in ihre Zimmer verfrachten und somit die notwendige Ruhe für die abendliche Entspannung herstellen.

 

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