Filme — meine aktuelle Hitliste

Das Wochenende ist so gut wie bei mir angekommen, es ist Freitag Abend, vor mir auf dem Tisch steht ein nicht mehr ganz gefülltes Sherry-Glas voll des feinen Croft Pale Cream Sherry (über den muss ich auch noch etwas schreiben, der ist schlichtweg sensationell), die Anspannung der Woche fällt allmählich von mir ab — Zeit für einen neuen Blog-Eintrag! Das heutige Thema ist ein zum entspannten Wochenende passendes: Filme. Genauer: Lieblings-Filme.

Filme sind — wie Bücher, Hörbücher, Musik und jegliche andere Art der Unterhaltung — eine ganz eigene Frage des persönlichen Geschmacks. Wie immer sind auch die mir eigenen Präferenzen einem permanenten Aktualisierungsvorgang unterworfen, der teils erhebliche Wandlungsfähigkeit aufweist.

Für den heutigen Zwischenstand gehe ich einfach mal schnell alphabetisch durch meine iTunes-Mediathek, denn da versammeln sich ca. 1,5 TB an Filmen. Beim nächsten Mal gehe ich dann die paar hundert DVDs durch. Davon gehören zu meinen aktuellen filmischen Favoriten die folgenden:

  • „Avatar — Aufbruch nach Pandora“: Der schönste, aufregendste und gleichzeitig schonungsloseste Spiegel, der unserer modernen Heuschrecken-Gesellschaft der sog. „ersten Welt“ jemals vorgehalten wurde. Auch wenn sie viel kritisiert wurde, gefällt mir die Musik von James Horner sehr gut, ihm gelang eine aus meiner Sicht faszinierende Synthese von klassischer Filmmusik, modernen Musikeffekten (also Synthesizer-Klängen) und einer starken Ethno-Prägung. Gerade letzteres wurde ja oft als „zu plakativ“ bezeichnet und als zu beschränkt auf unsere eigene Welt/Kultur angesehen. Aber im derart überzeugenden Zusammenspiel von Bild und Ton treten derlei Kritikpunkte für mich schnell (und weit) in den Hintergrund.
  • „Ein Sommernachtstraum“: Die Neuverfilmung von 1999 mit vielen bekannten Stars (u.a. Michelle Pfeifer, Kevin Kline, Stanley Tucci) fängt wundervoll die verzauberte Stimmung ein, die mich beim Lesen des Shakespeare-Stücks vor vielen Jahren faszinierte, und bringt dennoch den vielschichtigen Witz und die allem zugrunde liegende Dramatik (Verheiratung gegen den Willen der Braut) gut zur Geltung. Bei Interesse: Link zur IMDb
  • „Geschenkt ist noch zu teuer“: Eigentlich gehört dieser Film ja in die Kategorie „So schlecht, dass er schon wieder gut ist“, dennoch kann ich den Film oft ansehen, ohne ihn langweilig zu finden. Wer ihn zufälligerweise schon kennen sollte, muss sicher nur kurz an die Szene mit der Badewanne und dem sich anschließenden hysterischen Lacher von Tom Hanks erinnern… Und wer schon ein Eigenheim besitzt, wird sicher zahllose vergleichbare Mikro-Katastrophen beim Bau, Kauf, Einzug, Umbau des Hauses kennen. Und dann lacht man gleich noch viel mehr.
  • „Ghostbusters“: Ein Klassiker der Mystery-Komödie, brillante Darsteller, für die Zeit hervorragende Effekte, unendliche Mengen schräger Gags und Zoten. Herrlich!
  • „Indiana Jones III — Der letzte Kreuzzug“: Der erste Film der Tetralogie war ja schon wunderbar, der zweite graumsam schlecht (so schlecht, dass er keinerlei Chance auf Einzug in die „So schlecht, dass er schon wieder gut ist“-Liste hat, denn dafür fehlen dem Film sowohl der Charme der ihn flankierenden Teile als auch die kultigen Sprüche, der Humor wirkt falsch und aufgesetzt, die Story tut nur noch weh…), der dritte jedoch verbindet auf geniale Weise alle offenen Fäden. Wer den ersten mochte, wurde vom dritten Teil sicher nicht enttäuscht. Mein persönlicher Favorit (trotz der Schlangen-Szene, aber darauf komme ich später mal zurück).
  • „James Bond 007: Goldfinger“: Für mich der beste Bond aller Zeiten, was — allen voran — an Gert Fröbe lag, der mit weitem Abstand der genialste und überzeugendste Bond-Bösewicht aller Filme war. Und wer von den Drehbuchautoren auch immer auf den Namen „Pussy Galore“ kam, gehört im Nachhinein noch heilig gesprochen!
  • „Jumanji“: Sensationell spannende Story, gute Effekte, große Gefühle, überragende Darsteller. Der bleibt sicher lange auf meiner Favoriten-Liste (daran kann auch der tragische Selbstmord Robin Williams’, der es mir durchaus erschwert, den einen oder anderen Film mit ihm anzusehen, nichts ändern).
  • „My Big Fat Greek Summer“: Eigentlich sehe ich mir derlei Filme (sog. „Schmonzetten“) nur sehr selten an, aber diesen Film gab es vor zwei oder drei Jahren als Aktionsgeschenk bei iTunes, seither habe ich ihn mindestens fünf oder sechs Mal angesehen. Aus meiner begrenzten Perspektive (ich kenne da halt wirklich nicht viel) eine sehr gelungene romantische Komödie.
  • „Outbreak“: Ich liebe diese Art von Wissenschafts-Thrillern, auch bei Hörbüchern, denn da verschlang ich gerade in der letzten Zeit einige aus dieser Sparte. Hinsichtlich der filmischen Umsetzung ist dies sicher eine der besonders gelungenen Fassungen. Morgan Freeman setzt nach wie vor (ohne ihn wäre „Die Verurteilten“ ja nur halb so gut) eine aus darstellerischer Sicht enorm hohe Latte — und ausnahmsweise reißt keiner der anderen Darsteller sie hier. Hut ab!
  • „Ronin“: Neben „Showtime“ mein Lieblingsfilm der neueren Unterhaltungsfilme mit Robert de Niro (seine überzeugende Darstellung in „Der Pate“ bleibt davon unberührt)! Ein Feuerwerk der Action, viele Spitzen-Darsteller, gut geschriebene Dialoge, eine verzwickte Geschichte, die den Zuschauer bis ganz zum Ende hinhält. Unglaublich gut.
  • „Sein letztes Rennen“: Dazu habe ich schon einen eigenen Blog-Eintrag geschrieben. Er ist und bleibt für mich die Krönung des vielschichtigen Lebenswerks von Dieter Hallervorden.
  • „Sneakers — Die Lautlosen“: Von allen Agenten-Thrillern ist dieser mit Abstand der beste. Intelligente, witzige und tiefgründige Dialoge, vorgetragen und perfekt in Szene gesetzt von einer Schar der weltweit herausragendsten Darsteller — einer der Filme, die sicher nie von meiner Favoriten-Liste verschwinden können.
  • „Taxi“: Faszinierende Mischung aus Komödie, Technik und Action. Bevor die folgenden Teile die exzellente Grundidee (ein wenig) zu breit traten, setzte dieser Film erst einmal einen neuen Maßstab. Herr Besson schafft es einfach immer wieder…
  • „Tremors — Im Land der Raketenwürmer“: Auch über diesen Film könnte ich mal wieder einen eigenen Blog-Artikel schreiben. Kommt noch. Er gehört auf jeden Fall zur „So schlecht, dass er schon wieder gut ist“-Liste, dennoch gehört er zu den Filmen, die ich fast täglich gucken könnte, ohne mich wirklich zu langweilen.
  • „True Lies“: Sicher nicht der intellektuellste Film in meiner Sammlung, aber er steht in der Liste der genialen Action-Filme ganz weit vorne. Eine überragend erotische Ausstrahlung von Jamie Lee Curtis, gepaart mit der typischen Arnie-Ausstrahlung des Herrn Schwarzenegger, als Freitag-Abend-Unterhaltung schlicht perfekt!

So, das Alphabet ist zwar noch nicht durch, meine Geduld aber schon. Allein das Fabulieren über all die tollen Filme hat sie Lust auf einen davon geweckt. Gerade läuft „True Lies“ im Hintergrund, der Sherry ist schon lange ausgetrunken. Zeit, gemütlich ins Wochenende zu starten!

 

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3 Gedanken zu „Filme — meine aktuelle Hitliste

  1. PRBC sagt:

    Auch unsere Liste 👍🏻

  2. Das könnte ein langes Filmwochenende werden😉

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