Stimmung und Lesen

Ich lese immer mehrere Bücher parallel, meist sind es drei bis vier, gelegentlich auch mehr, wobei ich das lieber vermeide. Ab einem gewissen Punkt verliere ich dann den Überblick, und damit ist niemandem geholfen. Der Grund dafür liegt daran, dass ich nicht immer in der passenden Stimmung für jedes Buch bin.

Ganz aktuell stecke ich in den folgenden Büchern:

  1. »Beneath an Opal Moon« von Eric van Lustbader. Es handelt sich um die Fortsetzung der von mir hoch geschätzten „Sunset Warrior“-Trilogie, die Geschichte gehört eindeutig in den Bereich Fantasy/Martial Arts, sehr packend geschrieben, abschnittsweise irre spannend, mehrere miteinander verwobene Handlungsstränge, die neben neu eingeführten Charakteren auch Personen aus den Vorgängerbänden aufgreifen und weiter entwickeln — kurzum: ein komplexes Werk. Gerade diese Komplexität erfordert Konzentration. Wenn ich die nicht habe, kann ich die Geschichte nicht genießen bzw. merke, dass mir wichtige Details durch die Lappen gehen. Und das kann und darf nicht sein.
  2. „The Loneliness of The Long Distance Runner“ von Alan Sillitoe. Ein absoluter Klassiker, den ich in der zehnten Klasse in der deutschen Übersetzung gelesen habe. Nur ist das mittlerweile fast 25 Jahre her, also sind mir etliche Feinheiten entfallen — ganz zu schweigen vom Genuss, einen Klassiker im englischen Original zu lesen. Auch hier zählt die Konzentration, denn sonst verpufft die Wirkung zu schnell.
  3. „Ghost Rider“ von Neal Peart, dem Schlagzeuger des kanadischen Progressive Rock-Trios Rush. In diesem Buch schildert er den Tod seiner Tochter und — kurz drauf — seiner Frau sowie seinen sich daran anschließenden langen und äußerst mühsamen Weg zurück in ein „normales Leben“. Es ist ein faszinierendes Zeugnis der „inneren“ Vorgänge, gleichzeitig aber auch harte Kost, die ich einfach nicht zu jeder Zeit lesen kann.
  4. „A River Runs Through It“ von Norman Maclean. Noch ein Klassiker, auf den ich mich vor kurzer Zeit bereits in einem anderen Blogeintrag bezogen habe (da ging es allerdings um die Musik). Da mir die Geschichte schon gut bekannt ist, lese ich dieses Buch immer nur zwischendurch in kleinen Abschnitten zur Erbauung und Entspannung. Eilig habe ich es damit nicht, dennoch kann ich das auch nicht immer lesen, die Geschichte ist etwas zu nostalgisch für einen „normalen“ Vormittag.
  5. „The Slow Regard of Silent Things“ von Patrick Rothfuss. Das jüngste Werk des einzig wahren Tolkien-Nachfolgers, dessen beiden Erstlingswerke „Der Name des Windes“ und „Die Furcht des Weisen“ mich restlos begeisterten. Ich bin hier allerdings erst ein paar Seiten weit gekommen, noch ein paar Tage/Wochen, dann kann ich mehr dazu sagen.

Das sind die aktuellen Bücher, die ich aus persönlichem Interesse lese. Dazu kommen zur Vorbereitung meiner schulischen Arbeit immer noch ein paar Fachbücher und/oder Artikel aus Fachzeitschriften bzw. Internetrecherchen. Und zu all dem kommen dann immer noch ein oder zwei Hörbücher, die ich bei meinen morgendlichen 60-70 Minuten Seilspringen höre (sonst würde mein Kopf vor Langeweile wahrscheinlich explodieren).

Entscheidend ist neben meiner Stimmung auch immer mein Müdigkeitsgrad, denn bei zu großer Müdigkeit lese ich lieber deutsche Bücher (bzw. deutsche Übersetzungen anderssprachiger Bücher). Wobei ich abends ohnehin nicht weit komme, dazu sind die Tage zu voll…

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