Archiv für den Monat Januar 2015

Wunschliste an Apple

Liebe Apple-Programmierer!

In den letzten Monaten habt ihr euren Nutzern so eines zugemutet, auch mir. Daher habe ich eine kleine Wunschliste zusammengestellt, in der mal die gröbsten aktuellen Schwachstellen und meine wichtigsten Wünsche aufgelistet sind, die möglichst bald behoben werden sollten, um den mittlerweile ziemlich in die Jahre gekommenen Spruch „It just works.“ wieder zu rechtfertigen. Derzeit gilt er nämlich nicht für alles. Teilweise überhaupt nicht. Leider.

Mein erster Mac war ein Mac Mini G4, gekauft im August 2005. Auf ihm lief Mac OS X 10.4, und das war derart stabil und wundervoll, dass ich das vorher benutzte Windows XP nicht einen einzigen Tag vermisst habe. Dann kam mein erster iPod, dann ein iMac, dann andere iPod-Modelle, dann ein MacBook (das weiße), schließlich iPad (vom ersten bis zum Air alle Modelle der Reihe nach durch) und — als letztes — ein iPhone 5S. Die Hardware war schon immer fantastisch, keine Frage. Selbst aus im Vergleich zu diversen Windows-Maschinen völlig „untermotorisierten“ Macs kam immer eine flüssige und zuverlässige Leistung, oft spürbar mehr als bei einem auf dem Papier stärkeren Windows-Rechner. Betriebssystem und Hardware gingen bei Apple mit ganz wenigen Ausnahmen immer exzellent Hand in Hand — das war ein wundervoller Zustand.

Und dann verließ Apple mit dem großen Erfolg des iPod, der durch den noch viel massiveren Erfolg des iPhones übertroffen wurde, erstmals nach der Anfangs-Euphorie den über Jahre hinweg eingeübten Underdog-Status. Doch die Mentalität des Underdog scheint Apple besser zu liegen, denn als Marktführer ist sind die Regeln anders. Manchmal scheint sich Apple dessen noch nicht ganz bewusst geworden zu sein.

Doch zurück zum Ausgangsproblem, den vielen kleinen (und teils großen) Ärgernissen mit den aktuellen Versionen von iOS und Mac OS X. Auch wenn ich mich für eine nummerierte Liste entschieden habe, ist die folgende Liste keine nach Prioritäten sortierte Aufzählung.

  1. Kalender (iOS 8 auf dem iPad): Im Normalfall sollte bei eingeschalteter iCloud-Synchronisierung zwischen Mac, iPhone und iPad jede Änderung im Kalender sofort per Push-Funktionalität an alle anderen Geräte weitergegeben werden. Gäbe ich also am Mac einen neuen Termin ein, müsste der binnen weniger Sekunden auch auf iPhone und iPad erscheinen. Klappt wunderbar und bislang absolut zuverlässig beim iPhone (5S), aber nicht beim iPad (Air), auch wenn beide im gleichen Netzwerk sind. Mittlerweile habe ich zwar schon eine ganz passable Möglichkeit gefunden, eine Synchronisation mit der iCloud zu erzwingen: Ich öffne die Übersicht über alle meine Kalender und ändere die Farbe eines meiner Kalender (z.B. Arbeit von „grün“ zu „blau“), speichere die Einstellung — und siehe da: auf einmal werden alle neuen Ereignisse synchronisiert (und auch noch sehr zügig). Schön, dass ich das so lösen kann, aber es ist umständlich, unnötig umständlich. Und das entspricht absolut nicht meiner Vorstellung von „It just works.“
  2. Synchronisation mit iCloud innerhalb der Apps (vor allem iWork) „erzwingen“ können: In allen iWork-Apps werden standardmäßig die Dokumente via iCloud synchronisiert. Nur eben nicht wirklich so, wie es angepriesen wird, denn häufig passiert das überhaupt nicht im Hintergrund, vielmehr beginnt die Synchronisierung erst, wenn ich die App öffne — wenn dann mal ein paar Tage seit dem letzten Mal vergangen sind, am Mac eventuell 20 oder 25 neue Dokumente hinzugefügt wurden, dann sitze ich schon einmal fünf bis zehn Minuten zur Untätigkeit verdammt vor dem iPad, weil ich darauf warten muss, dass Pages, Numbers oder Keynote überhaupt erst einmal merken, dass es neue Dokumente gibt. Und die müssen dann ja auch alle komplett geladen werden, was manchmal trotz ihrer geringen Größe absurd lange dauert. An manchen Tagen merken die Apps es anscheinend gar nicht, dass neue Dokumente vorhanden sind: Selbst nach fünf bis zehn Minuten Wartezeit taucht noch kein neues Dokument auf (meist passiert das, wenn ich eigentlich bereits aus dem Haus und auf dem Weg zur Arbeit sein müsste…). In dem Fall muss ich dann zu einem neuerlichen Spezialtrick greifen: Eine neue Datei in der App (z.B. Pages) anlegen, sie wieder verlassen und warten. Die neue Datei wird dann in die iCloud hochgeladen, nun erst bemerkt die App „zufällig“ (eher: „endlich“), dass ja neue Dateien in der Cloud warten. Aber genau dafür wäre z.B. eine Möglichkeit, den Synchronisations-Vorgang per Button zu erzwingen, eine willkommene Erleichterung.
  3. Statusanzeige für die iCloud-Synchronisierung: Beide gerade beschriebenen Vorgänge zeigen, dass die Grundproblematik anscheinend bei der iCloud-Synchronisierung liegt, denn diese ist ganz offensichtlich nicht zuverlässig. Wenn Sie funktioniert, wäre es schön, ihr einen Statusbalken mitzugeben, der den Gesamtprozess darstellt. Ein Beispiel, das ich gerade schon bemüht habe: Pages. Wenn ich Pages starte, warte und warte, dann entdeckt die App ja meistens (zumindest nach einer Weile), dass da noch etwas zu synchronisieren ist. Ich sehe dann z.B. 20 neue Dokumente, jedes einzelne mit einem eigenen Statusbalken. Schön, dass ich sehe, wie jede einzelne Datei sich fortbewegt (erfahrungsgemäß recht langsam), schöner wäre jedoch auch noch eine Anzeige, wie weit der Gesamtstatus fortgeschritten ist. Eventuell sogar mit einer (geschätzten) Restzeitangabe.
  4. W-LAN-Synchronisierung der iOS-Geräte 1: Ich bin ein großer Fan des iPod Classic, denn dieser funktioniert tadellos, immer und immer wieder, auch beim Synchronisieren. Hänge ich ihn per Kabel an meinen iMac, dauert es ca. ein bis zwei Minuten, dann ist die Synchronisierung unter Garantie und fehlerfrei abgeschlossen (klar, wenn die Datenmenge riesig ist, dauert es auch einmal fünf Minuten, aber das kommt eher selten vor). Immer. Ganz im Gegenteil verhält sich die iOS-Synchronisierung über W-LAN, denn ziemlich häufig funktioniert sie einfach gar nicht (das Problem lässt sich nicht einmal durch ein Beenden und Neustarten von iTunes beheben, nein, ich muss meinen iMac mit Yosemite komplett neu starten — wie 1998 ist das denn?), weil mein iPad „nicht erkannt“ und somit aus der Geräte-Liste entfernt wird. Dagegen kann man als Nutzer nichts tun. Man kann iTunes nämlich auch gar nicht zwingen, diese Liste zu aktualisieren. Wenn ein Gerät bei der Synchronisierung nicht gleich reagiert, wird es aus der Liste getilgt und verbleibt im digitalen Nirvana, bis ich den kompletten Rechner neu gestartet habe. Microsoft lacht sich darüber heutzutage wahrscheinlich den Arsch ab, denn genau über solche Mängel bei Windows hat sich Apple vor ein paar Jahren im Rahmen der „I'm a Mac“-Werbespots genüsslich lustig gemacht. Ich ja auch, jetzt bleibt mir oft nichts anderes übrig als der Neustart. Peinlich.
  5. W-LAN-Synchronisierung der iOS-Geräte 2: Es wird mir immer ein Mysterium bleiben, wieso ein Film, der sich bereits seit Wochen auf dem iPad befindet, bei der Synchronisierung erst einmal komplett vom iPad gelöscht und dann wieder zurück synchronisiert wird, falls ich seit der letzten Synchronisierung auch nur eine Sekunde davon angesehen habe. Klingt irrsinnig, ist aber so. Beispiel: Ich hatte für die Schule einen Filmausschnitt aufbereitet, den ich im Unterricht am Montag zeigte. Über Nacht lud mein iPad auf, beim Laden startete die Synchronisation, die allerdings aus mir nicht erfindlichen Gründen nicht klappte (worüber ich als Nutzer auch nicht informiert wurde). Dennoch: Am Dienstag stand ich in der Parallel-Klasse und wollte den besagten Filmausschnitt zeigen. Tags zuvor war er ja einwandfrei gelaufen, wozu also noch einen einzigen Gedanken daran verschwenden? Dummerweise war er zu diesem Zeitpunkt nur nicht mehr auf dem iPad. In der Filmeliste schon, aber eben nicht in einem abspielbaren Zustand. So ging diese Stunde trotz guter Vorbereitung voll den Bach runter. Danke, Apple! Wieso ist noch keiner von euch Spezialisten auf die Idee gekommen, statt der gesamten Filmdatei eine Log-Datei zu synchronisieren, in der einfach nur der aktuelle Stand gespeichert wird? Diese Datei hätte im Vergleich zur kompletten Filmdatei (man denke nur an einen HD-Film mit zwei Stunden Länge, bei dem ja in der Synchronisierung das gleiche passiert) nur einen geringen Bruchteil an Größe, wäre somit also schnell synchronisiert — cool, oder? Das müsste irgendeinem von euch doch schon eingefallen sein, oder?
  6. Hörbücher in der Musik-App 1: Ich höre gerne und häufig Hörbücher auf dem iPad an. Allerdings werden die seit jeher von iTunes und allen darauf basierten Apps etwas stiefmütterlich behandelt und verdienten eigentlich eine eigene App. Doch das schweift ab, denn mir geht es um aktuell bestehende und von mir immer wieder bemerkte (und bedauerte) Probleme. Einerseits stürzt die Musik-App unter iOS 8 derart oft ab, dass es beinahe schon ein Witz ist. Wenn die Synchronisierung eines einzigen Hörbuchs via W-LAN nicht erfolgreich war, wird nicht etwa dem Hörbuch ein gelbes Ausrufezeichen verpasst, nein, dann kann auch kein anderes abgespielt werden. Stattdessen stürzt die Musik-App dann einfach dauernd ab. Selten dämlich! Allein seit Anfang Dezember musste ich aus diesem Grund mehrfach mein iPad neu starten, sonst hätte ich gar nichts anhören können.
  7. Hörbücher in der Musik-App 2: Hörbücher sind meistens ja eine längere Geschichte, da kommt es ganz gut zu Pass, dass iTunes und die Musik-App in iOS sich die jeweils aktuelle Position merken. Zumindest offiziell. Die Praxis sieht dagegen so unzuverlässig aus, dass ich seit über einem Jahr eine manuelle Liste in der Notizen-App führe, in der ich jeden Hörbuch-Endstand gleich nach Beenden des Hörens notiere. Klingt ganz nach „It just works!“ — oder?
  8. Hörbücher in iTunesMatch: Dies ist eher ein Wunsch, doch der Wunsch erwächst aus einem simplen Problem: Alle Musik ist in iTunes Match geladen (zumindest im Idealfall), ich kann sie bei funktionierendem Internet jederzeit laden und abspielen — das ist ein echter Vorteil. Doch Hörbücher sind davon ausgeschlossen (ich vermute, dass es eine komplizierte Rechtslage ist, die Apple zwingen würde, den Hörbuch-Verlagen dann wieder mehr Geld zu zahlen etc.), sehr zum Leidwesen der Nutzer. Denn um nun ein Hörbuch auf mein iPad zu bekommen, muss ich das vom Rechner aus darauf synchronisieren. Ist einerseits umständlich, andererseits unzuverlässig (siehe oben). Wären die Hörbücher ein Teil von iTunes Match, wäre zumindest ein Bequemlichkeitsproblem schon gelöst. Und Bequemlichkeit ist einer der Gründe für iOS. Wer ständiges Gefummel will, der spart sich viel Geld und ist bei Android gut aufgehoben. Wenn ich aber — wie bei Apple — mehr Geld anlege, erwarte ich neben der (leider nicht mehr so ganz vorhandenen) Zuverlässigkeit auch die angenehme Bequemlichkeit. Je mehr Apple an dieser Front schlampt, desto leichter hat es jeder einzelne Android-Anbieter, Apple Marktanteile abzuluchsen.
  9. AirDrop: Eine sehr spannende Eigenschaft von iOS 8 und Mac OS X ist AirDrop, das einen direkten Austausch von Daten aller Geräte im gleichen W-LAN ermöglichen soll. Mit Betonung auf „soll“, denn so richtig klappt das nicht. Meistens klappt es dann nicht, wenn man ganz schnell ein einzelnes Bild oder ein 10-Sekunden-Video austauschen will. Selbst wenn es klappt, ist es oft ein elendig langsamer Prozess. Bei so vielen talentierten Leuten in der Firma sollte es doch möglich sein, diesen Vorgang etwas besser zu strukturieren.
  10. Das AppleHealth-Desaster: Auf dem iPhone ist seit iOS 8 automatisch eine App namens Health installiert. Sie ist fester Bestandteil des Betriebssystems, kann also auch nicht deinstalliert werden. Die Grundidee ist sehr gut: eine zentrale App, die alle gesundheitsrelevanten Daten bündelt. Leider krankt die Umsetzung daran, dass die wenigsten Apps, mit denen ich meine sportlichen Aktivitäten oder meine Ernährung etc. im Blick behalte, damit kooperieren. Meine sportlichen Aktivitäten sammelt ein FuelBand von Nike rund um die Uhr. Das funktioniert ausgezeichnet, nun seit mehr als anderthalb Jahren –– ich bin in diesem System fest verankert und möchte darauf nicht mehr verzichten. Die FuelBand-App ist aber nicht mit der Health-App verknüpft. Somit landen die dort gesammelten Daten nicht in der Sammelstelle. Sie manuell noch einmal zusätzlich einzugeben stellt für mich keinen erstrebenswerten Mehrwert dar, also lasse ich es. Meine Ernährung überwache ich mit CaloryGuard, das mache ich seit Dezember 2010, es funktioniert ausgezeichnet. Diese App kann sogar –– zumindest auf dem Papier –– mit der Health-App kommunizieren. Leider ist die Health-App derart instabil, dass jegliche Lese-/Schreibversuche von CaloryGuard in die Health-App in den letzten Wochen blockiert wurden. Da diese Synchronisierung immer der erste Schritt beim Aktivieren von CaloryGuard ist, blieb die App da über einen Zeitraum von einer Woche jedes einzelne Mal hängen. Also habe ich sie gelöscht (zum Glück habe ich die App auch auf dem iPad und synchronisiere die Datenbank täglich, sonst wären damit alle gesammelten Daten der letzten Tage weg gewesen) und bei der Neuinstallation die Verknüpfung mit AppleHealth verweigert. Seitdem läuft wieder alles super. „It just works!“ in Reinform.
  11. iCloud Drive und Mac OS X Mavericks: Noch eine kleine Horror-Story, die die Unüberlegtheit der aktuellen Software-Veröffentlichungen von Apple perfekt vor Augen führt: iOS 8 kam ein paar Wochen vor Mac OS X Yosemite raus. Alle iWork-Apps unter iOS wollten natürlich sofort auf iCloud Drive umgestellt werden, das war gleich der erste Bildschirm nach dem Neustart der App. Wer das machte, war aber angeschmiert, denn auf dem Mac OS X Mavericks gab es (und gibt es bis heute) kein iCloud Drive –– somit konnten keinerlei Daten zwischen iPad/iPhone und Mac OS X Mavericks via iCloud ausgetauscht werden. Nach dem Software-Upgrade auf dem iPhone bzw. iPad wurde aber nicht ein einziger Hinweis auf diesen Umstand gegeben. Ich wusste davon, weil ich mich über Twitter auf dem aktuellen Wissensstand in dieser Hinsicht halte. Also habe ich bei meinem iPad und iPhone iCloud Drive erst aktiviert, als ich auf dem iMac auch auf Yosemite umgestiegen war. Das klappte dann meistens ganz gut. Meine Frau wusste davon nichts. Ihr iPhone habe ich aktualisiert, dabei habe ich darauf geachtet, iCloud Drive nicht zu aktivieren, dann kam ihr iPad an die Reihe –– und da übernahm sie die letzten Schritte. Zack! Schon war's passiert. Und auch nicht verwunderlich, es gab ja keinen Warnhinweis. Mit der Umstellung verlor sie für die folgenden Wochen jegliche Möglichkeit der Synchronisierung ihrer Daten. Sauber ins Knie gefickt! Die nächsten Wochen musste sie sich jede einzelne Datei, die sowohl auf ihrem iMac als auch auf dem iPad/iPhone sein sollte, per Mail schicken. Man stelle sich vor, sie wäre eine Führungskraft in einem Unternehmen, die täglich mit unzähligen Tabellen und Dokumenten (z.B. Gehaltsabrechnungen etc.) hätte arbeiten müssen, die mehrfach täglich mit einem Server hätten abgeglichen werden müssen. Sie hätte vermutlich den Stecker gezogen und wäre nie wieder bei Apple Kunde gewesen. Nachdem Apple genau wusste, dass eine Synchronisation nicht möglich war, halte ich es für höchst arrogant und ignorant, wie diese Firma, die sich eigentlich den Service am Kunden auf die Fahnen geschrieben hat, in dieser Angelegenheit mit eben diesen Kunden umgegangen ist.

Gerade vor ein oder zwei Tagen hat der Entwickler Marco Arment in einem Blog-Eintrag ziemlich treffend bemerkt, dass Apple eine exzellente Hardware-Abteilung hat, nur scheint die Software-Abteilung nicht mehr hinterher zu kommen. Damit hat er meiner Einschätzung bzw. Erfahrung nach genau ins Schwarze getroffen. Keine andere Firma bringt es auf diese technische Perfektion. Marco Arment schreibt weiter, dass Apple im Moment allerdings dabei sei, seinen „functional high ground“ –– also das hohe Exzellenzniveau –– auf der Softwareseite einzubüßen. Wenn ich mir meine Liste oben ansehe (und ich könnte sie ohne Probleme noch verlängern, die Punkte oben ärgern mich halt im Moment am heftigsten), würde ich gleich einmal zustimmen.

Meinen Blog-Eintrag hatte ich knapp zwei Tage vor dem Blog-Eintrag von Marco Arment begonnen, ihn aber aus Zeitgründen nicht fertig stellen können. Mittlerweile wurden Arments Äußerungen von der sensationsgierigen Boulevard-Presse aufgegriffen, aus dem Kontext gerissen und aufmerksamkeitsheischend zu einer tumben „Apple is doomed.“-Hysterie aufgebauscht. Die Ausmaße wurden so groß, dass Marco Arment sich genötigt sah, sich bedauernd über seinen Blog-Eintrag zu äußern. Das halte ich für falsch, denn ganz offensichtlich lässt sich Apple von unrealistischen Zielvorgaben leiten, die zu einer mittelmäßigen Softwarequalität führt. Ohne echten Druck.

Die mittelmäßige Qualität sorgt letztlich dafür, dass einige Benutzer irgendwann sagen werden: „Wenn es auch so instabil läuft, dann kann ich mir auch ein Samsung/HTC/Acer oder sonst was kaufen, das kostet nur halb so viel, funktioniert aber genauso schlecht.“ –– Darüber sollte sich Apple schon einige Gedanken machen. Noch ist es nicht soweit. Im aktuellen Zustand handelt es sich meistens noch um ein Jammern auf hohem Niveau. Noch.

Aber wie lange noch?

 

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