Dinge, die so richtig „Spaß“ machen

Der Woodport in Einzelteilen

Heute sollte er eigentlich stehen, der neue Carport. Bevor ich dazu komme, warum ich den heutigen Eintrag so komisch beginne: Die Bezeichnung „Carport“ ist zugleich korrekt und irreführend, denn unser Auto hat schon einen Carport, einen richtig großen und schönen, mit dem wir mehr als zufrieden sind, es gibt gar nichts daran auszusetzen. Aber da wir im Winter überwiegend mit Brennholz heizen, muss das Holz ja auch irgendwo trocken gelagert werden. Es geht dabei nicht um ein oder zwei kleine Kistchen Holz, nein wir verheizen im Winter gut und gerne vier Raummeter Buchenholz. Klingt nach wenig, ist aber recht umfangreich. Das muss irgendwo gelagert werden. Und genau zu diesem Zweck sollte heute der Carport aufgebaut werden. Eigentlich könnte er ja nun auch „Woodport“ heißen…

Im Lauf der letzten Wochen haben meine Frau und ich den Platz dafür mit Schotter aufgefüllt, die Balkenanker für den Woodport einzementiert, den Schotter mittels einer Rüttelplatte verdichtet, eine Schicht Split darüber geschüttet, dann noch die Pflastersteine gesetzt. Alles war fertig, es fehlte nur noch das Errichten des Woodports. Und das sollte heute geschehen. Gestern wurde extra zu diesem Zweck eine Handkreissäge angeschafft. Und heute früh, kurz nach acht Uhr, standen wir dann also bereit. Es wurde abgemessen, dann war gleich wieder ein Gang zum Baumarkt nötig, da wir keinen Holzbohrer mit 12 bzw. 14 Millimetern Durchmesser besaßen. Erledigt. Gehört uns. Löcher gebohrt. Passt.

Doch dann merkten wir irgendwann, dass die Beschläge, die mitgeliefert worden waren, nicht ganz passen konnten. Einerseits verlangte die Aufbauanleitung zum Fixieren der Dachträgerbalken (die sind sehr lang und bestehen aus Gründen der Lieferung aus drei Stücken) acht Lochplatten, die dann an den vier Überlappungsstellen von zwei Seiten anzuschrauben wären. Dafür waren aber vier Lochplatten zu wenig in der Packung. Dann fehlten Schrauben, mittels derer die Balken an den Balkenfüßen fixiert werden sollen. Kurzum, wir merkten, dass uns das falsche Beschläge-Set geschickt worden war. Ein kurzer Kontrollblick in den Papiermüll zeigte uns, dass die Kiste außen korrekt („Eco 2“) beschriftet worden war — nur passte der Inhalt nicht dazu (es lag sogar ein kleiner Zettel mit „Eco 1“-Aufschrift innen). Dämlich!

Nach einem kurzen Telefonat mit der Firma, bei der das komplette Set bestellt worden war, wurde uns versprochen, dass ein neues Set schon auf dem Weg sei. Guter Service, keine Klagen von meiner Seite. Doch das dauert dann wieder ca. eine Woche, in der wir mit halb montierten Einzelteilen warten. Und das ärgert mich. Denn in der Woche hätte ich schon das Holz bestellt, gehackt und einsortiert. Oder andere schöne Sachen gemacht. Ein unvollendetes Projekt liegt einem aber immer irgendwie schwer im Magen, das lässt mich nicht wirklich zur Ruhe kommen.

Ich bin mir sicher, dass man hierfür keiner der am Versand beteiligten Personen einen Vorwurf machen kann, denn außen war die Schachtel so etikettiert, dass es zu unserem Modell gepasst hätte. Der Typ aber, der das verbockt hat, den soll — mit den Worten von Hennes Bender — der Blitz beim Kacken treffen!

 

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Ein Gedanke zu „Dinge, die so richtig „Spaß“ machen

  1. […] geplantes Projekt haben. Im letzten Jahr haben wir eine Terrasse gebaut, dieses Jahr (siehe auch hier) einen Carport, der allerdings bei uns „Woodport“ genannt wird, weil da kein Auto sondern viel […]

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