Nike Fuelband (Vorfreude – Enttäuschung) – Jawbone Up

Ich bin aufgeregt. Und das auf eine positive Weise. Vor ein paar Wochen las ich zum ersten Mal etwas mehr über das Nike Fuelband, ein Armband, das anhand mehrerer Sensoren in der Lage ist, das Bewegungs- bzw. Aktivitätsniveau (genauer gesagt: die Menge der über den Tag verteilten Bewegung/Aktivität) zu bestimmen und zu protokollieren.

Mini-Exkurs: Vor über vier Jahren entdeckte ich zufällig das Nike+iPod-System. Dabei schließt man über den Dock-Connector an einen iPod einen kleinen Empfänger an, dessen Gegenpart im oder am Schuh befestigt wird. Wenn man nun läuft, sendet der Sensor am Schuh die Anzahl und Intensität der Schritte an den iPod. Anhand der Körpergröße und des vorher eingegebenen Gewichts können nun die Strecke und der Kalorienverbrauch ermittelt werden. Und das Teil funktioniert exzellent. Apple und Nike versprechen eine Batterieleistung von einem Jahr bzw. 1.000 Kilometern, je nachdem, was zuerst eintritt. Tja nun, ich benutze nach mehr als vier Jahren immer noch mein erstes Set, habe in der Zeit (mit langen Pausen dazwischen) ca. 2.000 Kilometer hinter mich gebracht. Und bislang rührt sich keine „Akku niedrig“-Anzeige. Dieser ganze Exkurs sollte nur zeigen, warum ich mich freue auf die Möglichkeit, binnen weniger Tage ein Nike Fuelband am Handgelenk zu tragen.

Zurück zum eigentlichen Thema: Das endgültige Ziel des Armbands ist es, dem Träger eine Rückmeldung darüber zu verschaffen, ob er oder sie sich im Verlauf eines Tages ausreichend bewegt. Keine schlechte Idee, bedenkt man, dass gerade Menschen in überwiegend sitzenden Berufen (und es gibt Tage als Lehrer, auf die diese Beschreibung perfekt zutrifft) meist viel zu wenig Bewegung haben.

Aufgeregt bin ich aber nicht wegen dieser Funktionen. Aufgeregt bin ich, weil ich mehrere solche Fuelband-Exemplare bei eBay entdeckt habe. Manche haben noch fast eine ganze Woche Zeit bis zum Ende des Auktionszeitrahmens, und noch sind die Preise niedrig. Das Gerät kostet im Neupreis bei Amazon zwischen 140 und 275 €, was in beiden Fällen sehr viel Geld darstellt — mal ganz ehrlich: Eigentlich müsste man es schon selbst wissen oder zumindest ahnen, ob man sich genug bewegt hat oder nicht. Früher hatten die Leute ja auch keine solchen technischen Spielereien…

Bei eBay gibt es Angebote ab 1,00 €, die zwar sicher noch ein ganzes Stück steigen werden, mir aber im Moment die Option eröffnen, guten Gewissens bis zu einem von mir als akzeptabel empfundenen Betrag mitzubieten. Darüber gehe ich nicht hinaus. Ich war nicht einer von diesen frühen eBay-Fans, die in feinster Goldsuchermanier jegliche Vorsicht vergaßen und dann teilweise mehr für gebrauchte Gegenstände zahlten als diese neu gekostet hätten. Ich habe das in den Medien verfolgt, im Bekanntenkreis meine Erfahrungen gesammelt — daher weiß ich: Den maximal akzeptablen Betrag lege ich vorher fest. Und über den gehe ich nicht hinaus, auch wenn es noch so verlockend erscheint.

Aber noch führe ich in mehreren Auktionen, zum Teil mit lächerlich geringen Beträgen — und das hätte ich nicht erwartet. Daher die positive Aufregung. Drückt mir die Daumen!

Nachtrag vom 30. Juli 2013:

Mittlerweile bin ich weit weniger von Vorfreude erfüllt. Bei eBay schnellten die Endpreise bei den Auktionen so hoch, dass man sich das Nike Fuelband eigentlich auch gleich neu kaufen kann. Für die meisten angebotenen Bänder endeten die Auktionen bei Preisen knapp über 120 €, dazu kam dann ja noch das Porto. Wenn man das mit den 139 € vergleicht, die das Band im NikeStore im Neuzustand kosten soll, stellt sich zumindest mir die Frage, ob sich die paar Euro mehr nicht lohnen würden. Immerhin hätte man dann noch die Gewährleistung/Garantie des Herstellers.

Ich war tatsächlich schon soweit, dass ich im NikeStore auf die Suche ging. Doch dann die große Überraschung: Nike, einer der größten internationalen Sportartikelhersteller, sicherlich kein Anfänger auf seinem Gebiet, ist nicht in der Lage, das Fuelband auf seiner Homepage anzubieten.

Es gibt etliche Hinweise auf das Band: Seiten über NikeFuel an sich, Seiten zum Einstellen des Nike FuelBands, Seiten über die verschiedenen Bewegungssensoren/-tracker — aber die Suche im NikeStore nach „Fuelband“ ein auch nach „fuel band“ endet ergebnislos.

Schon irgendwie enttäuschend. Nun, es gibt ja Alternativen. Mittlerweile habe ich zwei Alternativen entdeckt. Am meisten spricht mich der Jawbone Up an, kostet zehn Euro weniger (129 €), wäre sogar über den AppleStore zu haben, ist auch in vielen Varianten bei Amazon oder der Herstellerseite als Neugerät zu kaufen… Alles ganz komfortabel und ohne große Umwege. Aber ultimativ peinlich für Nike.

 

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2 Gedanken zu „Nike Fuelband (Vorfreude – Enttäuschung) – Jawbone Up

  1. Andi sagt:

    Nike Store UK… In den Warenkorb legen, Shop wechseln auf Deutschland und dann kaufen… Innerhalb von einer Woche geliefert und auch keine Probleme mit Garantie (schon selbst geschrottet und umgetauscht)… Kannst nachgoogeln

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