Lego statt Playmobil

Die Lego-Armee

Unsere Kinder besitzen sowohl Lego als auch Playmobil. Ersteres haben wir geerbt und gekauft, letzteres fast ausschließlich geschenkt bekommen (und natürlich auch einen Teil geerbt). Tatsächlich liegt uns insgesamt wenig an Playmobil, denn dabei handelt es sich um ein unflexibles Spielzeug. Bei einem Playmobil-Pferd kann man den Kopf rauf oder runter schieben, man kann jemanden draufsetzen — und das war's dann aber eigentlich auch schon wieder. Und analog verhält es sich ja nun mit allen anderen Playmobil-Sachen: An der grundlegenden Eigenschaft ändert sich nichts mehr. Daher verlieren Kinder vergleichsweise schnell die Lust daran, mit diesen Sachen zu spielen. Der einzige Weg aus diesem Dilemma ist natürlich sehr im Interesse des Herstellers: Noch mehr Zeug kaufen, das dann wieder fertig in der Gegend herumfliegt und kaum bespielt wird. Ich erfinde das nicht, wir haben einen ganzen Bettunterkasten voller Playmobil, das so gut wie nie verwendet wird. Und das ist schon aus zwei oder drei Generationen zusammengetragen und sehr vielseitig. Aber halt nicht weiter veränderbar.

Unser Großer, ca. siebeneinhalb Jahre alt, baut seit Jahren begeistert und täglich oft mehrere Stunden lang mit seinen Lego-Steinen. Auch hier kann man beinahe unendlich viele Erweiterungen anschaffen. Nichtsdestotrotz liebt er es auch, mit ganz einfachen Mitteln coole neue Kombinationen zu erschaffen. Seiner Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt — meist fehlen einfach die nötigen Mengen an Steinen. Aber selbst da kann man kreativ nach neuen Wegen suchen und aus anderen (vermeintlich unpassenden) Einzelteilen neue Kombinationen erstellen…

Besonders begeitstert war ich, als unser Sohn vor ein paar Wochen ein Lego-Star Wars-Raumschiff, das er entweder zu Weihnachten oder zu Ostern bekommen hatte, komplett zerlegte mit den Worten: „Ich möchte die Steine für andere Sachen verwenden.“ Perfekt! Selbst bei den optisch sehr ansprechenden und zum unverändert Belassen einladenden Sets überwiegt noch die Lust, mit den tollen Steinen etwas gänzlich Neues zu erschaffen. Das lobe ich mir! Und deswegen mag ich Lego viel mehr als Playmobil!

 

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